Psychische Gesundheit

Die psychologische Versorgung in der Schweiz ist insbesondere bei den Kinder und Jugendlichen in einem absoluten Notstand. Die Wartelisten für psychisch Kranke beträgt teils bis zu neun Monate. Bei der Anmeldung muss schon länger tragiert werden – mit verehrenden Folgen: Im 2020 wurden doppelt so viele Suizidversuche bei Jugendlichen verzeichnet, als noch im Jahr davor. Dies ist umso erschreckender, als die Schweiz ohnehin seit Jahrzehnten weltweit eine der höchsten Suizidraten unter Jugendlichen verzeichnet. 

 

Die psychischen Krankheiten verursachen für die betroffenen unglaubliches Leid. Und auch der Volkswirtschaft wurden alleine im Jahr 2016 Kosten von über 11 Milliarden Schweizerfranken verursacht – durch die massive Zuspitzung der Lage dürften diese Kosten heute um ein Vielfaches höher sein. 

 

Der Kanton Bern muss sich national koordinieren und zusammen mit den anderen Kantonen einen Aktionsplan psychische Gesundheit sowie sofort Massnahmen forcieren.

 

Das will ich anpacken

 Sofortmassnahme: 

  1. Bis zum Ende des Schuljahres findet in jeder Schulklasse ab der 3. Klasse bis und mit Gymnasium und Berufsschulen in der Schweiz ein mehrstündiger Workshop zu Mental Health statt.  

  1. Während präventiv- und Aufklärungskampagnen bei körperlichen Leiden wie z.B. bei der NCD-Strategie etabliert sind, fehlt es analogen Bestrebungen bei der psychischen Gesundheit komplett. Es braucht deshalb eine gezielte Aufklärungskampagnen, insbesondere zur Enttabuisierung des Themas. Der erste Schritt ist auch mit Angehörigen oder Freunden ohne Scham über seine psychische Gesundheit zu sprechen.  

  1. Psychische Erkrankungen müssen genauso behandelt werden wie körperliche Krankheiten. Es geht nicht an, dass die Kosten einer psychologischen Behandlung durch die Krankrenkassen regelmässig nicht bezahlt werden. Genauso wie bei einer Sportverletzung die Physiotherapie bezahlt wird, muss auch bei psychologischen Krankheitsbildern Psychotherapien (auch von frei praktizierenden Fachpersonen) übernommen werden. Die (psychische) Gesundheit darf nicht eine Frage des Geldes sein. 

 

Längerfristig: 

  1. Der Kanton Bern soll einen nationalen Notfallplan psychische Gesundheit anstossen, in welchem aufzeigt wird, wie man den Fachkräftemangel so rasch als möglich in den Griff kriegt. Neben einer Ausbildungsoffensive müssen auch Fehlanreize im System und die Schlechterstellung von frei praktizierenden Psycholog:innen beendet werden. Mit Blick auf die Kinder und Jugendliche braucht es auch Lösungsansätze an den Schulen: Die Planstellen für Schulpsycholog:innen müssen deutlich erhöht (oder wo noch nicht vorhanden eingeführt) werden, damit Kinder und Jugendliche früh einen möglichst niederschwelligen Zugang zu einer Anlaufstelle haben. 





Ich versuche die Infos auf meiner Website kurz zu halten. Wenn du mehr wissen willst, freue mich über deine Nachfrage, die du hier stellen kannst.